Six Sigma: Geschichte

Durch sein Konzept der Normalverteilung hat bereits der deutsche Physiker Johann Carl Friedrich Gauss (1777-1855) den Grundstein für die Six Sigma Methode gelegt.

Walter A. Shewhart (1891-1967) entwickelte um 1920 die statistische Prozesslenkung (statistical process control, SPC). Die wissenschaftliche Basis hielt er in seinem Buch Economic Control of Quality of Manufactured Product (erschienen 1931) fest.

Der Pionier des Qualitätsmanagements, William Edwards Deming (1900-1993) kreierte um 1940 die prozessortientierte Sicht bezüglich der Tätigkeiten und Aufgaben eines Unternehmens. Seine Entwicklung ist heutzutage fester Bestandteil der Qualitätsnormen und Qualitätsmanagementlehren.

In den 1970er Jahren wurden die Vorläufer der Six Sigma Methode beim Schiffbau in Japan eingeführt - später übernahmen auch die Elektrik- und Konsumgüterindustrie diese Methodik.

Definitiv entwickelt wurde Six Sigma durch die Motorola Angestellten Mikel Harry und Bill Smith 1987. Bill Smith formte auch den Begriff Six Sigma. Mikel Harry veröffentlichte 1986 den DMAIC (Define, Measure, Analyse, Improve, Control = Definieren, Messen, Analysieren, Verbessern, Überwachen) Regelkreis, welchen bis heute alle klassischen Six Sigma Projekte durchlaufen.

Das Unternehmen General Electric (GE) trug einen großen Anteil an der Popularität von Six Sigma bei. GEs Manager Jack Welch führte 1992 die Six Sigma Verbesserungsmethodik im Unternehmen ein und erhielt dafür den ISSSP Premier Leader Award 2002.

Der Six Sigma Werkzeugkoffer enthält verschiedene Tools, die in unterschiedliche Kategorien unterteilt sind: Kundenwerkzeuge, Managementwerkzeuge, Projektwerkzeuge, Statistikwerkzeuge, Grafikwerkzeuge und Designwerkzeuge.

Durch die Six Sigma Methode konnte Motorola seine Produkte von 1980 bis Anfang der 1990er Jahre drei Mal um den Faktor 10 verbessern.

Heutzutage wird die Six Sigma Methode von vielen Unternehmen angewendet - nicht nur im Fertigungsbereich, sondern auch im Bereich der Dienstleistung.

Speziell in der Produktentwicklung werden verwandte Prozessmanagementregelkreise angewandt, die man unter dem Begriff Design for Six Sigma (DfSS) u. a. mit dem DIDOV (Define, Identify, Design, Optimise, Verify = Definieren, Identifizieren, Entwickeln, Verbessern, Verifizieren) Regelkreis kennt.

Seit den 2000er Jahren wird Six Sigma gern mit den Methoden des Lean Management vereint. Beide Methoden sind als Lean Six Sigma bzw. Six Sigma & Lean bekannt geworden und ergänzen sich.

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